Tag 1: Pelle zieht ein!

Wir schreiben den 28.11.2020
und der Wecker reißt uns um 5 Uhr nachts aus dem Schlaf!
Es ist soweit, die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen,
heute zieht Pelle endlich bei uns ein.
Trüffel bekommt einen kleinen Bruder und wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann, ist die Freude seinerseits bombastisch groß! Samstag um 5 Uhr aufstehen, um einen kleinen nervigen Hund abzuholen, nicht mit Trüffel! Das mag er vielleicht denken, aber da hat er weit gefehlt.

Trüffel liegt in seinem Tippi. Er ist nicht sonderlich begeistert
Trüffel liegt in seinem Tippi. Er ist nicht sonderlich begeistert.

Wir hatten schon am Abend alles parat gestellt: Eine Decke, eine Ersatzdecke (falls die lange Fahrt jemandem auf den Magen schlagen sollte), Trüffels erstes Halsband als Willkommensgeschenk für seinen kleinen Bruder, eine Leine, die Hightech-Wasserfalsche (welche wirklich ein Träumchen ist, da sie über einen ultimativ gut funktionierenden Rücklauf verfügt) (Amazon Affiliate Link), Küchentücher, Leckerchen und ein Kuscheltier. Also nur noch schnell fertig machen und dann alles ins Auto verladen. Schließlich wollen wir pünktlich auf 11 Uhr da sein und es liegen knappe 5 Stunden Fahrt vor uns (Baustellen und Staus bereits einkalkuliert). Um 6 Uhr fällt der Startschuss. Juhuuu! 🙂

Was soll ich sagen, wir sind super durchgekommen und nun VIEL zu früh da! Und mit viel zu früh meine ich 1 1/2 Stunden, bei Minus 0,5 Grad und einer noch arbeitenden Züchterin, die erst um 11 Uhr wieder nach Hause kommt. Naja, was soll’s, lieber zu früh, als zu spät! Schließlich wollen wir auch nicht nur eine Sekunde mit unserem Pelle verpassen. Das Gute ist, hier gibt es einen wundervollen Waldweg hinterm Haus. Ein Wald der verwunschenen und ursprünglichen Art, wo man hinter jedem moosbewachsenen Stein eine kleine Elfe vermutet. Obwohl ich im ganzen Wusel zuhause Trüffels Jäckchen vergessen habe, wagen wir den Schritt ins Kalte und siehe da, der Herr friert heute gar nicht. Schwein gehabt! Das kommt nur einmal im Jahr vor. Also nichts wie in den Wald und den herrlich gefrorenen Wintermorgen und die kristallklare Luft genießen.

Nach einem einstündigen Spaziergang, Pipipausen, zahlreichen Waldfotos und eingefrorenen kleinen Zehen, sind wir nun wieder im Auto und müssen nur noch eine halbe Stunde aushalten. Mit dem Wissen, dass Pelle nur ein paar Meter weiter ahnungslos in der muckeligen Wohnung sitzt und wahrscheinlich friedlich schlummert. Ein Auto kommt, die Züchterin ist endlich da, an dieser Stelle ein weiteres und freudiges Juhu! Wir haben uns ewig nicht gesehen, auch wenn man sich fleißig über Social Media auf dem Laufenden gehalten hat, die Freude ist entsprechend groß. Nur Trüffel erkennt seine Ursprungs-Menschen-Mama nicht sofort. Der große Moment ist nicht mehr weit entfernt. Wir warten mit Trüffel im Garten und Pelle und der Rest der Bande wird geholt. Sekunden, die einfach nur spannend sind und tausend schöne und sorgenreiche Gedanken beinhalten. Da ist er, Pelle, und er stürzt direkt auf Trüffel zu. Naja, sagen wir mal so, es hätte schlechter laufen können. Begeisterung sieht zwar anders aus aber fehlende Sympathie auch. Noch anwesend sind übrigens: Hundeoma Emma, Hundemama Frieda, Hundeschwester Greta (wirklich Trüffels Wurfgeschwisterchen), Lotte (eine Schwester von Pelle) und Ida (die neue American Bulldog von Trüffels und Pelles Züchterin). Das kann den kleinen Trüffel ja auch nur überfordern.

Nachdem wir uns alle zusammen noch ein Stündchen zwischen die Hunde gesetzt haben und Pelle und Trüffel sich bereits etwas angefreundet, gut nennen wir es akzeptiert, hatten, sitzen wir nun wieder im Auto und bestreiten die 5 Stunden Rückfahrt. Das Juhu fällt an dieser Stelle schon deutlich mickeriger aus. Trüffel sitzt hinten wie gewohnt auf der Rückbank, Papa fährt und Pelle sitzt auf seinem Deckchen, welches er von seiner Hundemama mitbekommen hat, auf meinem Schoß. Ich habe Angst vor dem, was nun kommt. Wie wird die Fahrt, werden wir sie alle gut überstehen? Pelle ist zwar lieb und fiept oder jault nicht, jedoch ist er sehr unruhig und atmet vor Aufregung ganz schnell. Zu allem Überfluss hat er die Nase wahnsinnig verstopft, was ihn einfach nicht entspannen lässt. Da hilft nur hin und her tapsen, Fenster zwischendurch auf und immer mal wieder einen Blick auf Trüffel werfen. Nach einer Stunde tauschen wir, ich fahre nun und Daniel übernimmt Pelle. Die beiden wollen schließlich auch ein Herz und eine Seele werden und als wir Trüffel geholt haben, saß er die ganze Zeit bei mir (das wirft Daniel mir heute noch vor, deswegen sei Trüffel nun ein Mamakind ;-)). Es sei den beiden gegönnt und ehrlich gesagt stresst mich Pelles Rastlosigkeit in Kombi mit seinem Näschen etwas. Komischerweise ist er bei Papa sofort eingeschlafen. Die Fronten sind wohl geklärt, ein Papakind! Schade! Die letzten 1 1/2 Stunden schläft er dann aber auch bei mir auf dem Schoß. Ach ja, fast hätte ich es vergessen, wir mussten nur 2 mal anhalten, einmal zum Pipi und Kacki machen und einmal wurde ihm dann doch wohl ein bisschen schlecht. Natürlich nachdem ich ans Steuer gewechselt habe. Na schönen Dank auch kleiner Mann – Macho!

Endlich sind wir zu Hause. Trüffel zeigt Pelle den Garten und wo die besten Stellen zum Blödsinnmachen sind. Pelle scheint seinen großen Bruder bereits jetzt zu lieben und folgt ihm auf Schritt und Tritt. Da kommen auch schon Oma und Opa, denn sie konnten den Einzug von Pelle auch kaum erwarten. Den ersten Besuch haben wir also auch gleich abgegrast. Ganz forsch und todesmutig erkundet Pelle sein neues Zuhause, versucht hier und da mal in den Teppich zu beißen oder ein Blümchen anzuknabbern, aber im Großen und Ganzen, ist er ein wirklich vorbildliches Baby. Der erste Gang: Die Spielzeugkiste! An dieser Stelle ist das JUHU riesig groß, zumindest bei Pelle. Und so werden erstmal unzählige Spielis in der kompletten Wohnung verteilt und ich muss sagen, Trüffel ist ein toller großer Bruder, der direkt alle seine Lieblingsspielies mit Pelle teilt. Nun wird gespielt und geschlafen, immer im Wechsel und einmal musste es auch Ärger geben, denn da hat das kleine Baby eine Pipipfütze hinterlassen . Ansonsten machen wir unzählige Fotos und es wird gekuschelt, was das Zeug hält. Appetit hat der kleine Mann heute noch nicht so wirklich, ist ja auch alles neu und Essen mit einem verstopften Näschen macht auch nur wenig Spaß, kennt man ja selber. Also gehen wir noch einmal Pipi machen und dann ab ins Bett. Denn wir sind allesamt mehr als müde! Damit der Pelle besser Luft bekommt, wird kurz noch inhaliert und das Näschen eingecremt. Nun aber Mama links, Papa rechts und der Hundeparkplatz in der Mitte.

Es ist 2:39 Uhr und ich werde wach. Der große Hund liegt auf meinem Bauch lang über mich drüber gestreckt und der Kleine hat sich lang um meinen Hals gewickelt und sein Wängchen an mein Wängchen gedrückt. Na meine Herren, so lässt es sich wohl aushalten. Leider musste ich mal Pipi und in dem Zuge sind wir einfach alle einmal Pipi gegangen und es wurde noch mal inhaliert. Das klappt wirklich gut und hat direkt ein wenig Besserung gebracht, auch wenn ich mir dennoch die Todessorgen um den Kleinen gemacht habe und auch Dr. Google wieder herhalten musste. Die restliche Nacht verläuft ruhig! Wenn das die schlimmste Nacht war, dann können die weiteren Nächte gerne kommen. Nach dem Aufwachen wird erst einmal eine Runde gekuschelt und zwar auch mit Trüffel, zumindest versucht Pelle das ganz vorsichtig!

Wir würden uns riesig freuen, wenn Ihr uns weiter begleitet und mit uns diese spannende Reise weiter bestreitet, gerne auch auf Instagram und Youtube. Da haben wir die Einzugshighlights auch noch einmal als Video hochgeladen. 🙂